Der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)
- von Ende April bis September zu beobachten
- reviertreu zu Brutgebiet
- Höhlen- und Nischenbrüter
- Kleingärten als Ausweichhabitate
- ernährt sich vor allem von Insekten aber auch Beeren und Früchte (z.B. Kirsche)
förderliche Strukturen in Bezug auf Streuobst:
- insb. großflächige Streuobstbestände auf sonnenexponierten Hängen und/ oder am Rande von lichten Laubwäldern
- Nistkästen mit einem größeren Einflugloch von 45 mm als Übergangslösung oder in natürlichen Höhlen und Vorsprüngen in Bodennähe
- Höhergelegene Singwarten, Sitzwarten zur Jagd
- ausreichendes Angebot an geeigneten Bruthöhlen
- lückige und kurzwüchsige Flächen
- ausreichendes Angebot an Beutebiomasse
- Hecken und Strauchwerk entlang von Wegen, Gräben und am Rande von Streuobstparzellen
- Mager- und Trockenrasen als ideale Nahrungshabitate
- Auf 10 % bis 15 % der Fläche sollten Kleinstrukturen wie Krautsäume, Gebüsche, Böschungen, kleine Brachflächen, Totholzhaufen, Trockenmauern und Steinhaufen, unbefestigte Wege und kleine Gewässer vorhanden sein
- gut strukturierte Waldrandbereiche im Übergang zu anderen geeigneten halboffenen Lebensräumen wie Streuobstwiesen
- Kopfweiden
- eine Beweidung sollte das Ziel der Erhöhung der Strukturvielfalt verfolgen
Quelle: STÜBING, S. & BAUSCHMANN, G. 2013: Artenhilfskonzept für den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) in Hessen. Gutachten im Auftrag der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Bad Nauheim. 174 S.