Das Rebhuhn - Ökologie

Rebhühner überwintern in Ketten bestehend aus Elterntieren und Jungvögeln oder eine Gruppe von Rebhühnern ohne Bruterfolg. Im Februar lösen sich die Familienverbände auf und die Balz beginnt. Bis Ende Februar/Anfang März haben sich die meisten Paare gefunden.

Im März/April beginnt die Brutreviersuche und anschließend im Mai die Eiablage (Ø Gelegegröße: 16-17 Eier). Während der Eiablage braucht die Henne viel Eiweiß und frisst bis zu 60 % Insekten.

Nach dem Ende der Eiablage (meist Juni), beginnt die Henne mit der Brut (Brutzeit Ø 24-25 Tage). Die Küken schlüpfen meist alle an einem Tag im Juli. In den ersten Lebenstagen ernähren sich die Jungen hauptsächlich von Insekten (z.B. Ameisennestern). Spätestens ab Mitte August sind die Jungen dann selbstständig. Im September/Oktober mausern die Jungen und sind ab November kaum von den Elterntieren zu unterscheiden. Die Nahrung erwachsener Rebhühner besteht hauptsächlich aus Samen und Pflanzenteilen. 

Gefährdung

Als Rückgangsursachen der Rebhuhnbestände sind drei Faktoren ausschlaggebend:

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln führt zu einem Rückgang der Insektenvielfalt und Insektenzahl und somit mangelt es zunehmend an Nahrung.

Der zunehmende Verlust von Strukturen und mehrjähriger Vegetation (z.B. Feldrainen, Brachen, Säumen und mehrjährige Blühflächen) führt zu einem Mangel an sicheren Bruthabitaten und Deckungsstrukturen. 

Da Rebhühner am Boden fressen, brüten und schlafen sind sie einem hohen Prädationsrisiko ausgesetzt (insbesondere während der Brutzeit und bei hohem Schnee).

Fazit: Mehr Strukturen in der Landschaft verringern das Risiko des Aufeinandertreffens von Rebhuhn und Fuchs und ein höherer Blühaspekt bietet Insekten einen Lebensraum und damit Rebhühnern mehr Nahrung.

Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn - Was kann ich tun?

Das Rebhuhn ist eine Leitart für Arten der strukturreichen Agrarlandschaft, sodass Maßnahmen für das Rebhuhn auch vielen anderen Arten der Feldflur helfen.

Der optimale Rebhuhn-Lebensraum bietet Deckung ab März (Zeit der Revierwahl) bis Mitte August zum Brüten und Vegetation zur Nahrungssuche (Insektenreich, nicht zu dicht feucht oder kalt).

Wichtige Maßnahmen sind:

  • Mehrjährige Blühflächen
  • Strukturreiche Blühflächen (einjährige und überjährige Strukturen nebeneinander)
  • Kombination von Blühfläche und Brache
  • Brachen
  • Saumstrukturen
  • Beetle Banks
  • Niederhecken

- Falls Sie Maßnahmen fürs Rebhuhn umsetzen wollen, melden Sie sich gerne bei uns! Wir beraten Sie gerne! -

unter: lydia.purkart@lpv-lkks.de oder 0561-1097075